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Die schwierigste Woche der Saison

Die Füchse Berlin sind nach fünf Spieltagen in der Handball-Bundesliga noch verlustpunktfrei und stehen an der Tabellenspitze. Jetzt aber kommen die großen Aufgaben

  • Von Matthias Bossaller
  • Lesedauer: 3 Min.

Petar Nenadic strubbelte Drago Vukovic nach dem hart umkämpften 28:25-Sieg der Berliner Füchse am Mittwochabend gegen den TVB Stuttgart freundschaftlich durch die Haare. Auf die nette Art bedankte sich der Serbe Nenadic beim Kroaten Vukovic für dessen entscheidende Treffer gegen Spielende, die die Füchse mit 10:0-Punkten auf den Spitzenrang in der Handball-Bundesliga führten. »Platz eins bedeutet uns gar nichts«, sagte Vukovic unaufgeregt und betonte: »Wir stehen jetzt vielleicht vor der schwersten Woche in der Saison.«

Die erste Tabellenführung der Berliner nach einem abgeschlossenen Spieltag seit dem 10. Oktober 2010 ist nur eine Momentaufnahme. Am Montag tritt der Spitzenreiter in Hannover an, am Mittwoch folgt das Heimspiel gegen das Spitzenteam THW Kiel. Und nur drei Tage später stehen die Füchse im EHF-Pokal bei Chambery Savoie auf dem Prüfstand. »Es kommt eine spannende Zeit auf uns zu«, meinte Hanning, der hofft, dass die Mannschaft nach diesen Bewährungsproben immer noch zur Ligaspitzengruppe zählt.

Rückraumspieler Kent-Robin Tönnesen kann dabei nicht helfen, seine Verletzung ist schwerwiegender, als zunächst angenommen. Der Norweger hatte sich am Wochenende gegen Balingen-Weilstetten einen Muskelbündelriss in der rechten Wade zugezogen. Die Ärzte diagnostizierten nun noch ein Kompartmentsyndrom. »Vielleicht muss er ein halbes Jahr lang pausieren«, erklärte Berlins Manager Bob Hanning.

Alle fünf Siege gelangen den Füchsen gegen Teams aus dem unteren Tabellenbereich. Bei aller Freude über Platz eins und den verlustpunktfreien Start hinterließ das Team dabei nicht immer einen souveränen Eindruck. »Manches war gut, manches war schlecht«, erklärte Trainer Erlingur Richardsson. Wie schon gegen Balingen schafften es die Berliner auch gegen Stuttgart nicht, durch einen höheren Torevorsprung Sicherheit zu bekommen.

Die ersten Minuten der Partie waren eine zähe Angelegenheit. Beide Abwehrreihen standen stabil und ließen kaum etwas zu. Nach neun Minuten stand es erst 3:2 für die Füchse. Danach steigerte sich das Niveau. Auch die Schwaben kamen, angetrieben von Ex-Weltmeister Michael Kraus, besser in die Partie. Einen zwischenzeitlichen Fünf-Tore-Rückstand verkürzten sie zum 12:15-Halbzeitstand. Auch nach Wiederanpfiff leisteten die Stuttgarter weiter energisch Gegenwehr, und die Füchse agierten im Angriff zusehends ideenloser. So kamen die Gäste durch den treffsicheren Dominik Weiß zum 19:19-Ausgleich (42.) und gingen danach erstmals mit 20:19 in Führung.

»Wir haben die gute Situation leichtfertig aus der Hand gegeben«, bemängelte Hanning und fand deutliche Worte für das ungenügende Konterspiel in jenen Situationen, in denen die Schwaben ihren Torwart zugunsten eines siebten Feldspielers auf die Bank gesetzt hatten: »Bei Sieben gegen Sechs haben wir eine erbärmliche Auslese gehabt.« Erst Vukovic gab mit vier Toren zwischen der 56. und der 59. Minute den entscheidenden Ausschlag zum Sieg. dpa/nd

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