Diese Website verwendet Cookies. Wir können damit die Seitennutzung auswerten, um nutzungsbasiert redaktionelle Inhalte und Werbung anzuzeigen. Mit der Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Unsere Datenschutzhinweise.

Ein Plädoyer für nasse Füße

Die Moore in Deutschland sind nicht mehr feucht genug. Das muss sich schleunigst ändern. Von Berit Böhme

Jahrhundertelang waren Moore für die Menschen nur schauriges, von Nebelschwaden und Irrlichtern beherrschtes Ödland. Heute ist klar: Sie spielen eine wichtige Rolle beim Klimaschutz. Dabei haben die meisten Moore aber ein Problem: Sie sind nicht mehr feucht genug. »Moore speichern Kohlenstoff in Form von abgestorbenem Pflanzenmaterial«, sagt Kirsten Thonicke vom Potsdamer Institut für Klimafolgenforschung. Feuchtigkeit bewahrt den Kohlenstoff vor Zersetzung. Ein entwässerter Torfkörper setzt hingegen Kohlendioxid (CO2) frei. »99 Prozent aller Moore in Deutschland sind durch Entwässerung geschädigt«, sagt Karin Ullrich vom Bundesamt für Naturschutz (BfN). Davon gelten fünf bis sieben Prozent als nur gering geschädigt und »naturnah«. »Ein Prozent ist intakt«, sagt die Biologin.

Gut 90 Prozent der Moorböden werden genutzt, vor allem von der Landwirtschaft. »Die Hälfte ist Grünland, ein Viertel Ackerland und 15 Prozent Forst oder Wald...


Wenn Sie ein Abo haben, loggen Sie sich ein:

Mit einem Digital-, Digital-Mini- oder Kombi-Abo haben Sie, neben den anderen Abo-Vorteilen, Zugriff auf alle Artikel seit 1990.

Bitte aktivieren Sie Cookies, um sich einloggen zu können.