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Steinzeit trifft Science fiction

Jürgen Amendt findet, dass es an pädagogischen Konzepten für digitales Lernen fehlt

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Tablet, Smartphone, PC, Netbook - digitale Medien gehören längst zu unserem Alltag. Die Zahl der Nutzer wächst kontinuierlich. Laut einer im vergangenen Jahr veröffentlichten Studie des Bundesfamilienministeriums sind bereits 55 Prozent der Achtjährigen regelmäßig online, von den Sechsjährigen sind es 28 Prozent und bei den Dreijährigen ist es immerhin jedes zehnte Kind (11 Prozent). Man muss kein Prophet sein, um sicher vorhersagen zu können, dass in der Zukunft, wenn diese Kinder erwachsen sind, digitale Medien die analogen Medien verdrängt haben werden und dass auch das Lernen überwiegend mit den digitalen Medien erfolgen wird.

Auf diese Herausforderung sind die Schulen in Deutschland aber vielfach schlecht vorbereitet. Die Hardware gibt es zwar, auch die Programme, sie zu bestücken, doch es fehlt an sinnvollen pädagogischen Konzepten zum Lernen mit Whiteboard, Handys und Netbooks. So sind laut der 2014 veröffentlichten Bildungsstudie ICILS (International Computer and Information Literacy Study) nur zwei Drittel der befragten Lehrerinnen und Lehrer in der Lage, einen Unterricht mit Computer und Tablet zu gestalten; nur jede fünfte Lehrkraft kann entsprechende Fortbildungsangebote wahrnehmen. Problematisch sei vor allem die fehlende »Verankerung digitaler Medien in einen einheitlichen Rahmenplan, der von allen Schulen in die eigenen Schulprogramme zu integrieren ist«, kritisiert die Studie.

Wenn es um die Nutzung digitaler Medien im Unterricht geht, haben Bildungseinrichtungen in Deutschland gewissermaßen zwar bereits die futuristischen Werkzeuge, nutzen sie aber immer noch wie Steinaxt und Wurfspeer.

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