Der Herrenwitz ist nicht mehr en vogue

Monika Brandl, Vorsitzende des ver.di-Gewerkschaftsrates, im nd-Interview über sexistische Klischees, Gleichstellungspolitik und erzwungene Teilzeit

  • Von Jörg Meyer
  • Lesedauer: ca. 7.5 Min.

Als die Frauenquote für Dax-Unternehmen Anfang des Jahres eingeführt wurde, wurde sie scharf kritisiert, weil sie unter anderem eine zu geringe Reichweite hat. Was hat sich im Telekom-Aufsichtsrat geändert?
Auf der Arbeitnehmerbank sind wir schon lange fünf Frauen und fünf Männer. Auf der Anteilseignerseite hatten wir lange Zeit keine Frau, mittlerweile sind es drei, was ich sehr gut finde.

Eine andere Kritik ist: Dass Frauen angeblich für eine angenehmere Stimmung sorgen, sei auch wieder nur ein sexistisches Klischee?
Dafür halte ich es nicht. Ich glaube, dass wir kommunikativer sind und von daher mehr das Gespräch suchen. Das ist für Frauen wichtiger als wer in der Hierarchie wo steht. Ich möchte miteinander reden, möchte den Menschen kennenlernen, möchte mich austauschen. Wir haben Themen, bei denen wir heiß diskutieren. Aber auf einer zugewandten Ebene. Ich denke schon, dass das auch etwas damit zu tun hat, dass der Aufsicht...


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