Ex-Fußballprofi und Hipster-Kandidatin

Vor der Richtungswahl zum georgischen Parlament ist der Ausgang völlig offen

  • Von Thomas Körbel, Tbilissi
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Der langjährige Bundesligaprofi Lewan Kobiaschwili ist hoch motiviert. Am Samstag kandidiert er erstmals in seiner Heimat, der Südkaukasusrepublik Georgien, für einen Sitz im Parlament. Die letzten Wahlkampftage sind voll mit Terminen. »Es geht darum, in welche Richtung sich unser Land in den nächsten vier Jahren entwickelt«, sagt der Ex-Profi.

In seinem Büro hängen Trikots von Schalke 04 und der Berliner Hertha hinter Glas - Erinnerungen an seine 16 Jahre in Deutschland. Für die prowestliche Regierungspartei Georgischer Traum (GD) ist der beliebte Sportler ein vielversprechender Kandidat, um Stimmen in der Hauptstadt Tbilissi zu holen. »Das wird eine der wichtigsten Wahlen für Georgien«, sagt der 39-Jährige.

Diese Ansicht teilen Beobachter in dem Land mit rund vier Millionen Einwohnern. Die Abstimmung gilt in der früheren Sowjetrepublik am Schwarzen Meer als wichtige Richtungswahl. Für die etwa 3,5 Millionen Stimmberechtigten geht es um...


Wenn Sie ein Abo haben, loggen Sie sich ein:

Mit einem Digital-, Digital-Mini- oder Kombi-Abo haben Sie, neben den anderen Abo-Vorteilen, Zugriff auf alle Artikel seit 1990.

Bitte aktivieren Sie Cookies, um sich einloggen zu können.