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Wasser auf die Mühlen der Taliban

Nicht die Ideologie bringt den Extremisten Zulauf - sie zahlen einfach besser als der Staat

  • Von Emran Feroz, Kabul
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

»Ich bereue es, meine Kinder in dieses Land gesetzt zu haben«, meint Shamsullah bedrückt. Seit zweiundzwanzig Jahren betreibt er einen Buchhandel nahe des Kabuler Basars. Das Geschäft geht nur schleppend voran. »Im besten Fall verkaufe ich pro Stunde ein Buch. Aber wen wundert das schon? Die Mehrheit der Bevölkerung Afghanistans besteht aus Analphabeten«, sagt der Buchhändler. Daran, so betont er, hat sich auch seit Beginn der westlichen Militärinvasion vor fünfzehn Jahren nichts geändert.

»Wie viele andere Menschen hatte ich zu Beginn des Einsatzes große Hoffnungen, doch es wurde alles nur noch schlimmer«, so der 53-Jährige. Shamsullah beklagt sich vor allem über die schlechte Sicherheitslage im Land. Laut der Unterstützungsmission der Vereinten Nationen in Afghanistan hat die Anzahl ziviler Opfer seit Beginn der Zählung im Jahr 2009 einen neuen Höchststand erreicht. Demnach wurden allein im 1. Halb-jahr 2016 1601 Zivilisten getö...


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