Kriegstreiber, 
Kavalier, 
Jammerlappen

Der Mann gilt als lächerlich oder gar böse. 
Gebraucht wird er weiterhin im Krieg. Über 
Zerrbilder des Maskulinen.

  • Von Thomas Gesterkamp
  • Lesedauer: ca. 6.5 Min.

Ob in Fernsehserien, Bestsellern oder im Kabarett: Männerklischees sorgen für Abwertung und Spott. Wo einst der Blondinenwitz war, ist heute das Amüsement über den Mann. Der Geschlechterforscher Walter Hollstein spricht gar von Misandrie, von krankhaftem Männerhass. Über Jahrhunderte sei der Mann Garant »für Schutz und Fortbestand des Gemeinwesens« gewesen, galt als Schöpfer der Zivilisation. Nun würden Männer dargestellt »als Zerstörer von Natur, Kriegstreiber, Gewalttäter, Kinderschänder oder - in der Werbung - als Trottel«. Früher hoch geachtete Eigenschaften wie Mut, Leistungswille und Autonomie seien heute »als Aggressivität, Karrierismus und Unfähigkeit zur Nähe stigmatisiert«.

Ein düsteres Bild - gibt es denn gar nichts Positives? Für die Umwertung machen männerrechtlich orientierte Autoren »den Feminismus« verantwortlich. Christoph Kucklick vertritt in seinem Buch »Das verteufelte Geschlecht« die Gegenthese. Der zufolge is...


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