Geschäft und Geheimnis

Ein Journalist wollte wissen, wer sich hinter dem Namen Elena Ferrante verbirgt.

  • Von Irmtraud Gutschke
  • Lesedauer: ca. 3.5 Min.

Sturm im Wasserglas. Wenn weder Autorin noch Verlag sich zu Erklärungen hinreißen lassen, werden die Enthüllungen von Claudio Gatti über Elena Ferrante »mutmaßlich« bleiben. Oder ist das naiv gedacht? Werden gierige Journalisten der italienischen Übersetzerin Anita Raja so lange auflauern, bis sie etwas zugeben oder verneinen muss? Manche Staatsgeheimnisse mögen Medienleuten verborgen sein. Dafür toben sie sich dann in der persönlichen Sphäre aus.

Es ist ja nicht so, dass Ferrante erst jetzt auf dem Buchmarkt eine Rolle spielt. Seit 1992 sind mehrere Romane unter diesem Pseudonym erschienen, ohne dass es Aufregung gab. Aber jetzt hat sie - wer immer es sei - einen internationalen Bestseller vorgelegt. Nein, eigentlich nicht jetzt: Der Roman »L’amica geniale« wurde in Italien bereits 2011 veröffentlicht. 2015 wurde er in die BBC-Auswahl der 20 besten Romane von 2000 bis 2014 gewählt. Darauf konnte Suhrkamp dann schon verweisen, als...


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