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»Die Kolumbianer sollten wütend wählen«

Álvaro Uribes Kampagnenchef für das »Nein« beim Referendum packt über die Kommunikationsstrategie aus und muss zurücktreten

  • Von David Graaff, Medellín
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

Eigentlich hat Juan Carlos Vélez nur das ausgesprochen, was viele ohnehin zu wissen glaubten: Statt auf fundierte Argumente hat das Nein-Lager vor der Volksabstimmung über die Friedensvereinbarungen zwischen der FARC-Guerilla und der Regierung von Präsident Santos bewusst auf Populismus gesetzt. Doch die Offenheit, mit der der Kommunikationschef der Nein-Kampagne gegenüber der Wirtschaftszeitung »La República« die Strategie des Nein-Lagers erläuterte, schlug dennoch hohe Wellen. Denn das knappe Ergebnis von weniger als einem Prozent Vorsprung hat den mit vielen Hoffnungen verbundenen Friedensprozess in Kolumbien bis auf weiteres gestoppt.

Die Strategie habe darin bestanden, nicht die in Havanna ausgehandelten Vereinbarungen zu erklären, sondern ganz auf die Empörung der Menschen abzuzielen, sagte Vélez. »Wir wollten, dass die Leute wütend wählen gehen«, erzählte er freimütig. Dazu habe man auf plakative Postings in den sozialen Netzwer...


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