Diese Website verwendet Cookies. Wir können damit die Seitennutzung auswerten, um nutzungsbasiert redaktionelle Inhalte und Werbung anzuzeigen. Mit der Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Unsere Datenschutzhinweise.

Eine erstarrte Tradition brauchen wir nicht

Der Senegalese Felwine Sarr im Gespräch über die notwendige Erneuerung der afrikanischen Gesellschaften

  • Von Odile Jolys
  • Lesedauer: ca. 6.0 Min.

In Ihrem Essay »Afrotopia« wollen Sie die Zukunft Afrikas anders denken. Wieso eigentlich?
Der afrikanische Kontinent ist seit mehreren Jahrhunderten Objekt von Diskursen. Man spricht an seiner Stelle. Man verordnet ihm politische, soziale und wirtschaftliche Modelle. Diese Diskurse entstehen nicht im Kontinent. Sie werden auf ihn projiziert. Wir, Afrikaner, müssen aufhören, den großen Moden und den von außen kommenden Anweisungen hinterher zu laufen. Wir sind doch der Kontinent mit der längsten Geschichte! Wir sind also erwachsen genug, um zu wissen, was wir werden wollen.

Was heißt es, Afrika anders denken?
Wir sollten uns unsere eigenen Gedanken über die Art der Gesellschaft machen, die wir entwickeln wollen: Welche Werte sind uns wichtig, welches Gleichgewicht wollen wir zwischen Wirtschaft, Politik, Kultur und Umwelt herstellen? Erst mal müssen wir also eine intellektuelle Autonomie erreichen. Jedes Volk, jede Geschichte is...


Wenn Sie ein Abo haben, loggen Sie sich ein:

Mit einem Digital-, Digital-Mini- oder Kombi-Abo haben Sie, neben den anderen Abo-Vorteilen, Zugriff auf alle Artikel seit 1990.

Bitte aktivieren Sie Cookies, um sich einloggen zu können.