Bonn pflegt den Phantomschmerz

Nostalgische Touren durch das einstige Diplomatenviertel am Rhein sind gefragt

  • Von Christoph Driessen, Bonn
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Nirgendwo in Bonn ist der Phantomschmerz nach dem Verlust der Hauptstadtfunktion greifbarer als im ehemaligen Diplomatenviertel Bad Godesberg. In diesem Vorort der Kieswege, Rosensträucher und akkurat geschnittenen Hecken kann man regelmäßig auf den Spuren der Bonner Republik wandeln - beim Besuch verlassener Botschaftsresidenzen.

Michael Wenzel hat sich auf solche nostalgischen Führungen spezialisiert. Neuerdings kann er ein besonderes Highlight anbieten: einen Besuch in der ehemaligen Vertretung der Volksrepublik China. Die Gruppe, die sich an diesem Tag dafür zusammengefunden hat, besteht ausschließlich aus älteren Herrschaften aus der Umgebung. Sie haben alle noch die Zeiten miterlebt, als Bonn der meistverwendete Ortsname in der »Tagesschau« war.

Der Weg führt zunächst zur Redoute, dem einstigen Schauplatz der Neujahresempfänge des Bundespräsidenten für das Diplomatische Korps, und dann vorbei an den Stadtpalästen der kurfürstlichen...


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