In der Kirche des Grauens

Martin Leidenfrost über die Gläubigen von Saint-Étienne-du-Rouvray, IS-Attentäter und den Dialog mit dem Islam

  • Von Martin Leidenfrost
  • Lesedauer: ca. 3.5 Min.

Der 26. Juli war ein Dienstag. Als die katholische Morgenmesse zu Ende ging, stürmten zwei junge Bewaffnete in schwarzer IS-Kleidung die Kirche. Zugegen waren nur drei Nonnen - 72, 79 und 83 Jahre alt - und ein seit 63 Jahren verheiratetes Ehepaar. Die Islamisten zwangen den Priester, 85, auf die Knie. Sie schnitten ihm die Kehle durch. Den anderen Greis zwangen sie zu filmen, schnitten ihm auch in die Kehle; er stellte sich 45 Minuten tot und überlebte. Den Frauen taten die Terroristen keine Gewalt an. Sie diskutierten sogar mit ihnen, über Jesus, über Todesangst. Bevor er in die Polizeikugeln hinausging, sang ein Attentäter ein arabisches Lied von berückender Sanftheit. Am 2. Oktober wurde die Kirche von Saint-Étienne-du-Rouvray neu geweiht. Am Wochenende darauf bin ich da.

Es gibt bereits eine erste Biografie von Jacques Hamel, »Martyr«. Er gehörte einem Jahrgang von Priestern an, die sich nach dem Krieg der verlorenen Arbeiter...

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