Werbung

Kaiser’s droht die Zerschlagung

Nach Scheitern der Gespräche Tausende Jobs in Gefahr

Mülheim. Nach gescheiterten Rettungsverhandlungen soll die verlustreiche Supermarktkette Kaiser’s Tengelmann mit 15 000 Beschäftigten zerschlagen werden. Eigentümer Karl-Erivan Haub rechnet mit dem Verlust einer »großen Zahl« von Stellen. Ab kommender Woche sollen für das Filialnetz der Vertriebsregion Nordrhein sowie die Fleischwerke in Viersen, Donauwörth und Perwenitz Interessensbekundungen am Markt eingeholt werden. Die »Verwertungsphase« der Regionen München und Berlin solle später starten. Haub erklärte am Donnerstagabend, er habe die Geschäftsführung beauftragt, über die Sozialpläne zu verhandeln. Für viele Filialen werde wohl kein Betreiber gefunden werden.

Beschäftigtenvertreter reagierten geschockt auf das Scheitern der Verhandlungen. Die waren nötig geworden, nachdem die durch den Wirtschaftsminister erlaubte Übernahme der Kette durch Edeka nicht zustande gekommen war. Mehrere Mitbewerber hatten dagegen geklagt. Laut ver.di laufen derzeit noch Gespräche. dpa/nd Seiten 2 und 8

Dieser Artikel ist wichtig! Sichere diesen Journalismus!

Besondere Zeiten erfordern besondere Maßnahmen: Auf Grund der Coronakrise und dem damit weitgehend lahmgelegten öffentlichen Leben haben wir uns entschieden, zeitlich begrenzt die gesamten Inhalte unserer Internetpräsenz für alle Menschen kostenlos zugänglich zu machen. Dennoch benötigen wir finanzielle Mittel, um weiter für sie berichten zu können.

Helfen Sie mit, unseren Journalismus auch in Zukunft möglich zu machen! Jetzt mit wenigen Klicks unterstützen!

Unterstützen über:
  • PayPal
  • Sofortüberweisung

Solidarisches Berlin und Brandenburg

Corona ist nicht nur eine Gesundheitskrise. Es ist auch eine Krise des Sozialen. Wir beobachten alle sozialen und sozioökonomischen Entwicklung in der Hauptstadtregion, die sich aus der Verbreitung des Coronavirus ergeben.

Zu allen Artikeln