Karlheinz Kasper 18.10.2016 / Literatur
Buchmesse Frankfurt/Main

Ein russisches Volksbuch

Nikolai A. Nekrassows großes Versepos erschien in neuer deutscher Nachdichtung als zweisprachige Ausgabe

Wer sich für das Schicksal der russischen Bauern nach der Aufhebung der Leibeigenschaft interessiert, kennt Nikolai Nekrassows Poem »Wer lebt glücklich in Russland?«. Die Übersetzung des baltendeutschen Dichters Rudolf Seuberlich kam 1920 und noch einmal 1947 in Reclams Universalbibliothek heraus und wurde in überarbeiteter Fassung 1965 auch in die zweibändige Ausgabe der Gedichte und Poeme Nekrassows im Aufbau-Verlag aufgenommen. Fünfzig Jahre später hat Christine Hengevoß, die vor dem Slawistikstudium mehrere Jahre in Moskau lebte, das Hauptwerk des revolutionären Demokraten mit seinen über achttausend Versen unter dem Titel »Wer lebt in Russland froh und frei?« neu übersetzt und in eine moderne Sprachform gebracht. Der neue Titel fußt auf dem Leitmotiv (»Komu shiwjotsa weselo, / Wolgotno na Rusi?«), das den Text strukturiert.


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* Nikolai A. Nekrassow:

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