Alexandru Bulucz 18.10.2016 / Kultur
Buchmesse Frankfurt/Main

Dunkelheit, Licht, Schatten

Kerstin Preiwuß weiß, seismographisch Stimmungen zu erfassen

Leiden und Leidenschaft, ohne sich dabei mit koketter Verzweiflung aufzuspielen - das schafft diese 1980 im Mecklenburgischen geborene Dichterin. Und dennoch: So viel Schmerz, auch Verlust, und so viel dann doch wieder Aufgehobenes in der Sprache, die - und das wusste schon Montaigne - die Mutter geistiger Kinder ist; die sind den Kindern aus Fleisch und Blut ebenbürtig, können diese nicht kompensieren, aber auch nicht von diesen kompensiert werden. Kerstin Preiwuß drückt dies wie folgt aus: »Höre / alle Welt sagt noch geht der Wind. / Ebenso erhebt er sich. / Er legt sich auch nieder. / Die Sprache bekommt dann ein Kind. / Höre / was ich denke ist ein Weizenfeld / was ich fühle der Wind. / Ich bin ein Weizenfeld / durch das August geht / August und Wind.«


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* Kerstin Preiwuß: Gespür für Licht. Gedichte. Berlin V...

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