Samuela Nickel 17.10.2016 / Berlin

»Nicht über uns ohne uns!«

Protestmarsch der Delegierten der OvaHerero und Nama fordert Gerechtigkeit

In der Auguststraße hängt ein Transparent von der Häuserwand, darauf ein Schädel, zwei Meter mal zwei Meter groß, und der Appell »Völkermord verjährt nicht.« Durch die sonntagsleeren Straßen in Mitte erklingen Stimmen und Gesang, Lieder auf Englisch, Herero, Nama und Afrikaans schallen von den luxussanierten Häuserwänden wieder. Delegierte der Herero und Nama aus Namibia, Südafrika, den USA und Großbritannien protestieren gegen den Ausschluss der Opfervertretungen von den namibisch-deutschen Regierungsverhandlungen zum Genozid von 1904/1908. Es ist Protest- und Trauermarsch zugleich, der entschlossen Solidarität einfordert. Der Schädel auf den Transparenten symbolisiert die Gebeine getöteter OvaHerero, die aus der damaligen Kolonie »Deutsch-Südwestafrika« zu Zwecken der »Rassenforschung« verschleppt wurden. Nur zum Teil wurden die Überreste 2014 nach Namibia zurückgeführt, weitere Gebeine lagern noch heute in Archiven. Esther Muinjangu...

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