Werbung

Landkreise fordern Geld für Sozialarbeit

Schweriner Regierung soll Stellen an Schulen sichern

Echt jetzt? Ihr wollt Geld von mir?

Ja, herrgottnochmal, es kostet!

Auch, wenn's nervt – wir müssen die laufenden Kosten für Recherche und Produktion decken.

Also, mach mit! Mit einem freiwilligen regelmäßigen Beitrag:

Was soll das sein

Wir setzen ab sofort noch stärker auf die Einsicht der Leser*innen, dass linker Journalismus auch im Internet nicht gratis zu haben ist – mit unserer »sanften« nd-Zahlschranke.

Wir blenden einen Banner über jedem Artikel ein, verbunden mit der Aufforderung sich doch an der Finanzierung und Sicherstellung von unabhängigem linkem Journalismus zu beteiligen. Ein geeigneter Weg besonders für nd-Online-User, die kein Abo abschließen möchten, die Existenz des »nd« aber unterstützen wollen.

Sie können den zu zahlenden Betrag und die Laufzeit frei wählen - damit sichern Sie auch weiterhin linken Journalismus.

Aber: Für die Nutzung von ndPlus und E-Paper benötigen Sie ein reguläres Digitalabo.

Schwerin. Die Landkreise in Mecklenburg-Vorpommern haben die künftige SPD/CDU-Regierung in Schwerin aufgefordert, sich stärker für Schulsozialarbeit zu engagieren. »Ich halte das für eine Landesaufgabe«, sagte der Geschäftsführer des Landkreistages, Matthias Köpp. Landkreise und Kommunen können einen Großteil der landesweit etwa 300 Schulsozialarbeiter nicht mehr finanzieren. So sind im Kreis Mecklenburgische Seenplatte 27 Stellen, die bisher über das Bildungs- und Teilhabepaket des Bundes finanziert wurden, vom Aus bedroht.

Ministerpräsident Erwin Sellering (SPD) hatte die Übernahme dieser Kosten abgelehnt, aber den Kommunen Gespräche angeboten. Ein weiterer Teil der Stellen wird über den Europäischen Sozialfonds finanziert. Sollte diese Finanzierung auslaufen, will das Land diese Stellen aus eigenen Mitteln weiter finanzieren, wie Sellering ankündigte.

»Wie wichtig ist dem Land die Schulsozialarbeit überhaupt?«, fragte Köpp. Lehrer und Bildungspolitiker seien sich einig, dass diese Aufgaben wichtiger würden. Der Kreistag Mecklenburgische Seenplatte hatte eine sofortige Finanzhilfe von der Landesregierung gefordert, damit Fachkräften aus Grund- und Förderschulen nicht gekündigt werden müsste. Mehrere Vertreter aus CDU und SPD betonten, dass der Bedarf mit der Integration von Flüchtlingen und der Inklusion - der Einbindung behinderter Kinder in den regulären Unterricht - eher noch steige. Diese Arbeit könnten Lehrer nicht mehr neben der Bildungsarbeit leisten. Rund 100 Lehrer, Schüler und Interessierte hatten demonstriert.

»Das Problem wird im Laufe des Jahres 2017 auch in den anderen Landkreisen auflaufen«, sagte Köpp. Generell seien die Gelder über das Bildungs- und Teilhabepaket eigentlich Mittel der Sozialämter in den Kreisen, wie das in anderen Bundesländern üblich sei. Dass Kommunen in den dünn besiedelten Regionen dies Geld für Schulsozialarbeit eingesetzt haben, dürfe ihnen jetzt nicht zum Nachteil gereichen. »Die Landesregierung muss eigentlich dafür sorgen, dass im Ganzen gleichmäßige Verhältnisse herrschen«, erläuterte der Geschäftsführer des Landkreistages. dpa/nd

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!