Thomas Roser, Belgrad 18.10.2016 / Ausland

Minderheiten bringen Mehrheit in Montenegro

Die DPS von Langzeitpremier Djukanovic will mit Hilfe diverser Kleinparteien an der Macht bleiben

Am Ende eines turbulenten Wahltags verspürten zumindest die Anhänger von Montenegros regierender Partei, der Demokratischen Partei der Sozialisten (DPS), Anlass zu demonstrativen Siegesfeiern. Hupend rasten die Autokolonnen, geschmückt mit Landesflaggen, über die Millennium-Brücke in der Hauptstadt Podgorica, während Langzeitpremier Milo Djukanovic kurz nach Mitternacht seinen ausgelassenen Mitstreitern mit eher ernster Miene erneut einen Wahlsieg verkündete: »Ihr freut euch zu Recht: Die DPS hat doch wieder gewonnen.«

Mit 41,1 Prozent der Stimmen ist die seit ihrer Gründung 1991 regierende DPS tatsächlich die mit Abstand stärkste Kraft. Doch klare Mehrheiten hat der von unzähligen Unregelmäßigkeiten überschattete Wahltag dem mit 625 000 Einwohnern kleinsten Balkanstaat nicht gebracht. Strippenzieher Djukanovic ist dennoch zuversichtlich, sich beim bevorstehenden Koalitionspoker mit Hilfe der ihm traditionell gut gewogenen Minderheitspa...

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