Dresden setzt nach Pegida-Aufmarsch Signal gegen Rassismus

Demonstration mit 6000 bis 8000 Teilnehmern / Oberbürgermeister: Rechte sind Gegner der Demokratie

Sie haben die Wahl. Im Wahllokal und bei ihrer Lieblingszeitung. Damit das so bleibt: Linken Journalismus bitte bezahlen!
Kampf ohne Machtbekenntnis

Was soll das hier?

Linker Journalismus – das ist der Luxus, zur Bundestagswahl nicht nur die überall gleichen Agenturmeldungen zu lesen, sondern das Koalitionsgerangel aus einer linken Perspektive kritisch zu beobachten und zu beurteilen. Wir zahlen Reportern einen korrekten Lohn, recherchieren aufwendig für profunde Hintergründe, sprechen mit unabhängigen Experten. Das alles kostet Geld. Wenn Ihre persönliche Lage es zulässt, freuen wir uns deshalb, wenn Sie die Lektüre dieses Textes mit einem frei gewählten Obolus honorieren – oder unser Blatt gleich gedruckt oder online abonnieren!

  • Wählen Sie ein Abo:

    • Online-Abo
    • Kombi-Abo
    • Print-Abo
    • App-Abo
    Lesen Sie das »nd« wo und wann Sie wollen. Mit dem Online-Abo erhalten Sie Zugang zu allen Artikeln in elektronischer Form auf unserer Webseite und dazu das nd-ePaper. Zum Online-Abo
    Mobil, kritisch und mit Links informiert:
    neues deutschland als ePaper – und am Wochenende im Briefkasten!
    Prämie: Das nd-Frühstücksbrettchen. Der Wegbegleiter für den Start in den Tag.
    Zum Kombi-Abo

    Lesen Sie das »nd« wo und wann Sie wollen. Mit der nd-App erhalten Sie Zugang zur Zeitung in elektronischer Form als App optimiert für Smartphone und Tablet.

    Die nd-App gibt es für iOs und Android.

    Zum App-Abo
  • Per Überweisung:

    Stichwort: nd-paywall

    Berliner Bank
    IBAN: DE11 1007 0848 0525 9502 04
    SWIFT-CODE (BIC): DEUTDEDB110

    Per Paypal

    PayPal

    Per Sofortüberweisung

    Sofortüberweisung

    Ich habe bezahlt.

  • Ich beteilige mich mit einer regelmäßigen Zahlung

    Wir freuen uns sehr, dass Sie zu dem Entschluss gekommen sind: Qualitätsjournalismus zur Stärkung einer Gegenöffentlichkeit von links ist mir etwas wert!

    Mit ihrem solidarischen Beitrag unterstützen Sie linken unabhängigen Qualitätsjournalismus. Und: Sie unterstützen die Menschen, die sich selbst ein Abo nicht leisten können. Wir sind der Ansicht, dass Journalismus für möglichst alle zugänglich sein soll – deshalb bieten wir einen großen Teil unserer Artikel gratis zum Lesen und teilen im Netz an. Aber nur Dank der Abonnements und Zahlungen vieler Leserinnen und Leser können wir jeden Tag eine Zeitung produzieren: Gedruckt, als Onlineausgabe und als App.

    Turnus

    Minimum 5 Euro/Monat

    Meine Bankdaten

    Persönliche Angaben

    *Pflichtfelder
     
     
  • Ich bin schon Abonnent
    Login

    Passwort vergessen?

  • Jetzt nicht ...

Dresden. Mit einem Bürgerfest und Demonstrationen haben am Montag in Dresden tausende Menschen gegen die wöchentlichen Pegida-Aufzüge protestiert. Den Auftakt zu dem Fest vor der Dresdner Frauenkirche, zu dem Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) eingeladen hatte, bildete ein ökumenisches Friedensgebet. Die Pegida-Pöbeleien bei den Feiern zum Tag der Deutschen Einheit am 3. Oktober hätten mit »freier Meinungsäußerung nichts mehr zu tun«, sagte der Oberbürgermeister in einer Ansprache vor der Frauenkirche. Die selbst ernannten Patrioten hätten sich als das entpuppt, was sie in ihrer Spitze sind: »Gegner unserer Demokratie, Gegner unseres Staates. Und leider erleben wir es immer wieder, dass Andersdenkende, Anderssprechende und Andersaussehende auch in unserer Stadt angepöbelt und angegriffen werden.«

An dem Fest beteiligten sich mehr als 1000 Besucher, darunter auch Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU). Parallel dazu zogen am frühen Abend zwei Demonstrationszüge des Bündnisses »Herz statt Hetze« in die Innenstadt. Ziel waren der Postplatz, wo eine gemeinsame Abschlusskundgebung stattfand. Initiativen wie »Dresden nazifrei« unterstützten den Protest. »Pegida hat an Gewicht verloren, aber der gesellschaftliche Schaden bleibt«, schrieb das Bündnis im Demonstrationsaufruf. »Wir treten Hass und Hetze entgegen, um Freiheit, Gleichheit und Menschlichkeit zu verteidigen.« »Dresden nazifrei« sprach anschließend von 6000 bis 8000 Teilnehmern. »Der zweite Jahrestag Pegidas fand ohne Pegida statt«, erklärte die Bündnissprecherin Franziska Fehst. »Das ist ein Erfolg für Herz statt Hetze, die es geschafft haben, Pegida an ihrem Jahrestag die Stadt streitig zu machen.« Dennoch zeige die Kundgebung am Sonntag, dass noch »viel Widerstand« zu leisten bleibe.

Ursprünglich waren die Veranstaltungen am Montag als Antwort auf die erwartete Kundgebung von Pegida zum zweiten Jahrestag ihrer Montagsdemonstrationen gedacht, doch zog die rassistische Bewegung ihre Veranstaltung um einen Tag vor. Statt wie zuvor üblich am Montag versammelten sich die Rechten bereits am Sonntag im Zentrum der sächsischen Landeshauptstadt. Beobachtern zufolge nahmen an der rechten Kundgebung rund 7000 Menschen teil, und damit deutlich weniger als noch vor einem Jahr. Es gab mehrere Gegendemos.

Der sächsische LINKEN-Chef Rico Gebhardt machte auf der Kundgebung den Ministerpräsidenten und die sächsische CDU mitverantwortlich für den schlechten Ruf Sachsens. Wenn an einem 13. Februar, dem Jahrestag der Zerstörung Dresdens durch alliierte Bomber, jahrelang Nazis ungestört in Dresden aufmarschieren durften, dann trage das dazu bei, dass in Sachsen diese Stimmung entstanden sei. Dafür gebe es einen Verantwortlichen und der heiße Tillich. »Ich erwarte, dass diese CDU endlich aus ihrem Schlaf aufwacht«, so der Politiker. Agenturen/nd

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

jetzt abonnieren!

Wie? Noch kein Abo?

Na, dann aber hopp!

Einfach mal ausprobieren: 14 Tage digital, auf Papier, als App oder was weiß ich!

Jetzt kostenlos testen