Werbung

Bauherr muss nicht bis zum Schadeneintritt warten

Bei uns droht die ABOkalypse!

Wir brauchen zahlende Digitalleser/innen.

Unterstütze uns und überlasse die Informationsflanke nicht den Rechten!

Mach mit! Dein freiwilliger, regelmäßiger Beitrag:

Was soll das sein

Wir setzen ab sofort noch stärker auf die Einsicht der Leser*innen, dass linker Journalismus auch im Internet nicht gratis zu haben ist – mit unserer »sanften« nd-Zahlschranke.

Wir blenden einen Banner über jedem Artikel ein, verbunden mit der Aufforderung sich doch an der Finanzierung und Sicherstellung von unabhängigem linkem Journalismus zu beteiligen. Ein geeigneter Weg besonders für nd-Online-User, die kein Abo abschließen möchten, die Existenz des »nd« aber unterstützen wollen.

Sie können den zu zahlenden Betrag und die Laufzeit frei wählen - damit sichern Sie auch weiterhin linken Journalismus.

Aber: Für die Nutzung von ndPlus und E-Paper benötigen Sie ein reguläres Digitalabo.

Nach einem Urteil des Oberlandesgerichts (OLG) Karlsruhe vom 29. November 2013 (Az. 13 U 80/12) sind Argumente von Bauunternehmen, es sei trotz jahrelanger Nutzung kein Schaden eingetreten, nicht hinzunehmen.
Im verhandelten Fall hatte ein Bauherr in der Gewährleistungszeit Fehlstellen und Undichtigkeiten an der Dampfbremse festgestellt. Da das Unternehmen die komplette Erneuerung der Dampfbremsfolie verweigerte, klagte er einen Vorschuss von 24 000 Euro auf Mängelbeseitigung ein.
Das Landgericht Freiburg folgte den Argumenten eines Sachverständigen, der nur kleine Leckagen fand und Sanierungsmaßnahmen von 5000 Euro vorschlug. Erst das OLG gab der Klage des Bauherrn statt.
Mit den vom Sachverständigen vorgenommenen Bauteilöffnungen sei durchaus die Mangelhaftigkeit des Werkes nachgewiesen. Der Bauherr muss sich nicht auf das »Flickwerk« durch Ausbessern von Fehlstellen einlassen. Er hat Anspruch auf die vollflächige Erneuerung der Dampfbremsfolie.
Dabei ist ohne Bedeutung, ob und welchem Umfang bereits Feuchteschäden eingetreten sind. Wenn die Werkleistung des Unternehmens nur das Risiko eines späteren Schadens in sich birgt, muss sein Eintreten nicht erst abgewartet werden.
Gutachter neigen aus pragmatischen Gründen – auch in Verkennung der Rechtsprechung – dazu, angesichts der Unverhältnismäßigkeit einer Mangelbeseitigung preisgünstige Sanierungsmaßnahmen zu empfehlen. Derlei Maßnahmen allerdings entlasten lediglich den Auftragnehmer. Kein Bauherr muss das akzeptieren. BSB/nd

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!