Rudolf Stumberger, München 19.10.2016 / Inland

Bayerisch-ungarische Waffenbrüderschaft

Erneut übt Seehofer den Schulterschluss mit rechtspopulistischem Regierungschef

Dieser Festakt im Senatssaal des bayerischen Landtages hat etwas martialisches an sich. Da ist zunächst an der Westseite des Saales das 55 Quadratmeter große Gemälde von Wilhelm von Kaulbach (1805 - 1874), es zeigt in Öl auf Leinwand die Seeschlacht zwischen Griechen und Persern bei Salamis. Und da ist an der Stirnseite des Saales Victor Orban, Ministerpräsident von Ungarn und Vorsitzender der rechtspopulistischen Fidesz-Partei. Der beschwört zunächst die 1000-jährige Verbundenheit zwischen Ungarn und Bayern (als Ausgangspunkt gilt dabei die Heirat von König Stephan I. von Ungarn mit Prinzessin Gisela von Bayern im Jahr 995) und dann beschwört er die bayerisch-ungarische Freundschaft als »einzigartige Waffenbrüderschaft« in Europa. Gerichtet sind die Worte an Horst Seehofer, Ministerpräsident von Bayern und Vorsitzender einer konservativen Regionalpartei. Anlass für die Würdigung der »Waffenbrüderschaft« ist der Festakt des ungarischen...

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