Kinder und Jugendliche pflegen Angehörige

Berlin. Rund 230 000 Minderjährige unterstützen in Deutschland die häusliche Pflege von Familienmitgliedern. Damit seien fünf Prozent der Kinder und Jugendlichen zwischen zwölf und 17 Jahren in die Versorgung Angehöriger eingebunden, heißt es in einem am Montag in Berlin veröffentlichten Bericht des Zentrums für Qualität in der Pflege. Der Vorstandsvorsitzende der Stiftung, Ralf Suhr, warnte, die Pflege dürfe den Alltag Minderjähriger nicht dominieren. Sonst drohten »emotionale, soziale und schulische Probleme«. Negativ wird von den pflegenden Minderjährigen der Mangel an Freizeit (zwölf Prozent), körperliche Anstrengung (zehn Prozent) oder die Tatsache, niemanden zum Reden zu haben (neun Prozent), empfunden. Mit 93 Prozent ist die große Mehrheit dieser Kinder und Jugendlichen allerdings froh, in der Familie helfen zu können. epd/nd

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