Der linke Rebell aus Wallonien

PERSONALIE

  • Von Kay Wagner, Brüssel
  • Lesedauer: 2 Min.

Was soll das hier?

Sei auch du solidarisch und unterstütze linken Journalismus mit einem freiwilligem Abo, einer Spende - oder noch besser entscheide dich für ein Digitalabo.

  • Wählen Sie ein Abo:

    • Online-Abo
    • Kombi-Abo
    • Print-Abo
    • App-Abo
    Lesen Sie das »nd« wo und wann Sie wollen. Mit dem Online-Abo erhalten Sie Zugang zu allen Artikeln in elektronischer Form auf unserer Webseite und dazu das nd-ePaper. Zum Online-Abo
    Mobil, kritisch und mit Links informiert:
    neues deutschland als ePaper – und am Wochenende im Briefkasten!
    Prämie: Das nd-Frühstücksbrettchen. Der Wegbegleiter für den Start in den Tag.
    Zum Kombi-Abo

    Lesen Sie das »nd« wo und wann Sie wollen. Mit der nd-App erhalten Sie Zugang zur Zeitung in elektronischer Form als App optimiert für Smartphone und Tablet.

    Die nd-App gibt es für iOs und Android.

    Zum App-Abo
  • Per Überweisung:

    Stichwort: nd-paywall

    Berliner Bank
    IBAN: DE11 1007 0848 0525 9502 04
    SWIFT-CODE (BIC): DEUTDEDB110

    Per Paypal

    PayPal

    Per Sofortüberweisung

    Sofortüberweisung

    Ich habe bezahlt.

  • Ich beteilige mich mit einer regelmäßigen Zahlung

    Wir freuen uns sehr, dass Sie zu dem Entschluss gekommen sind: Qualitätsjournalismus zur Stärkung einer Gegenöffentlichkeit von links ist mir etwas wert!

    Mit ihrem solidarischen Beitrag unterstützen Sie linken unabhängigen Qualitätsjournalismus. Und: Sie unterstützen die Menschen, die sich selbst ein Abo nicht leisten können. Wir sind der Ansicht, dass Journalismus für möglichst alle zugänglich sein soll – deshalb bieten wir einen großen Teil unserer Artikel gratis zum Lesen und teilen im Netz an. Aber nur Dank der Abonnements und Zahlungen vieler Leserinnen und Leser können wir jeden Tag eine Zeitung produzieren: Gedruckt, als Onlineausgabe und als App.

    Turnus

    Minimum 5 Euro/Monat

    Meine Bankdaten

    Persönliche Angaben

    *Pflichtfelder
     
     
  • Ich bin schon Abonnent
    Login

    Passwort vergessen?

  • Jetzt nicht ...

»Man darf sich nichts vormachen: Die Linke befindet sich in einer tiefen Krise in Europa, abgesehen von einem kleinen gallischen Dorf, das aus dem französischsprachigen Teil Belgiens besteht.« Den Satz hatte Paul Magnette schon im Mai 2015 aus Anlass einer Buchveröffentlichung gesagt. Titel des Buchs: »Die Linke stirbt nie.« Heute scheint der Satz aktueller denn je. Magnettes Parti Socialist (PS) blockiert CETA, und alle Welt schaut plötzlich auf Wallonien, die Region Belgiens, die von dem 45-jährigen Sozialisten als Ministerpräsident geführt wird.

Als Sohn eines Arztes und einer Anwältin wird Magnette 1971 im flämischen Löwen geboren, wächst aber in der französischsprachigen Bergarbeiterstadt Charleroi auf. Das Studium der Politik- und Europawissenschaften in Brüssel und Cambridge schließt er 1999 mit einer Doktorarbeit zum Thema »Staatsbürgerschaft und Europäische Konstruktion« ab. Der PS tritt Magnette mit 20 Jahren bei. 2007 betritt er die politische Bühne, gefördert von PS-Präsidenten Elio Di Rupo. Dieser ernennt ihn in Wallonien zum Minister für Gesundheit, Soziales und Chancengleichheit. Magnette ist auch Föderalminister für Klima und Energie und Minister für öffentliche Unternehmen, Wissenschaften und Entwicklungszusammenarbeit. 2012 wird er Bürgermeister von Charleroi und 2013 übernimmt er den PS-Vorsitz, um ihn 2014 nach der Abwahl von Elio Di Rupo als belgischer Premierminister wieder an den politischen Ziehvater abzutreten. 2014 wird Magnette auch Ministerpräsident von Wallonien.

Vor sechs Jahren macht Magnette von sich reden, als er in einem Zeitungsinterview behauptet, dass Wallonien nach einem möglichen Auseinanderbrechen Belgiens Teil von Deutschland werden solle. »Unsere Mentalität entspricht eher der deutschen, als der französischen«, sagte Magnette.

Der vierfache Vater, in erster Ehe geschieden, gilt schon heute als der neue starke Mann der PS. Er gilt als klar links und hat keine Angst davor, anzuecken. Dass er CETA jetzt die Stirn bietet, muss deshalb nicht verwundern.

Werbung

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!

Schenken Sie schon, oder rätseln Sie noch?

Jetzt aber schnell!

Schenken was wirklich Freude macht. Für diejenigen, die schon alles haben, oder auf kapitalistischen Überfluss verzichten wollen.

Jetzt bestellen oder verschenken

nd-Kiosk-Finder