M.I.A.: Ratlos, aber bissig

Die britische Musikerin bringt ein neues Album auf den Markt / Subtilität ist nicht ihr Fall, ihre dezidiert politische Kunst ist dennoch wichtig

  • Von Michael Saager
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

Vielleicht sollte man einfach froh sein, dass es Maya Arulpragasam überhaupt gibt. Und nicht so viel an der M.I.A. genannten Britin rummeckern. Klar, stimmt schon, die 1975 in London geborene Popkünstlerin liebt den dicken Pinselstrich, subtiles Understatement ist nicht so ihre Sache. Sie begreift sich als dezidiert politische Künstlerin, und niemand soll das übersehen oder überhören können. Dass sie ihr Debüt »Arular« nach ihrem Papa Arul Pragasam benannt hat, weil er Gründungsmitglied der marxistisch orientierten Befreiungsgruppe Eelam Revolutionary Organisation of Students (EROS) in Sri Lanka war, ist ein typisches Beispiel für diesen recht plakativen Zug in M.I.A.s Kunst.

M.I.A. schätzt knallige Parolen, griffige Slogans und tendenziell einfachere politische Botschaften. Knallbunt sind auch die Cover ihrer Alben; auf dem ihres neuen, fünften Albums ist a...


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