Verwaiste Baustellen in der Wohnungspolitik

Verbände kritisieren Große Koalition: Bezahlbares Wohnen und Bauen steht nicht wirklich auf der Agenda der Bundesregierung

  • Von Rainer Balcerowiak
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Keine einzige Ankündigung des im November 2015 von Bundesbauministerin Barbara Hendricks (SPD) vorgestellten Zehn-Punkte-Programms für bezahlbares Wohnen und Bauen ist bislang umgesetzt worden. Dies ist das Resümee von Lukas Siebenkotten, Direktor des Deutschen Mieterbundes (DMB), das er am Donnerstag in Berlin im Namen des Bündnisses Wohnungsbau zog. An dem Bündnis beteiligen sich neben dem DMB auch Verbände der Bau- und Immobilienwirtschaft und die Gewerkschaft IG BAU.

Die Ausgangslage ist bekannt. Um den steigenden Wohnungsbedarf besonders in Ballungszentren und Universitätsstädten zu decken, müssten jährlich rund 400 000 Wohnungen fertiggestellt werden, davon mindestens 80 000 im sozialen Wohnungsbau. Von diesen Kennziffern ist man weit entfernt. 2015 wurden 248 000 neue Wohnungen gebaut, davon aber lediglich 48 000 Mietwohnungen und von denen wiederum nur 16 000 im mietpreisgebundenen Wohnungsbau.

Das Bündnis setzt vor allem auf st...


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