Keine Rechtfertigung für Hitlergruß

Hamburg. Der Hitlergruß rechtfertigt eine fristlose Kündigung. Die Geste stelle ein nationalsozialistisches Kennzeichen dar, das in einem Arbeitsverhältnis nicht hingenommen werden muss, teilte das Arbeitsgericht Hamburg am Donnerstag mit. Das gelte umso mehr, wenn der Adressat zusätzlich grob beleidigt werde. Eine türkische Abstammung mache das Vergehen nicht weniger schlimm. Geklagt hatte ein Arbeitnehmer, der in einem Streit während einer Betriebsversammlung den Arm zum Hitlergruß erhoben und seinem Gegenüber die Worte »Du bist ein Heil, Du Nazi!« entgegengerufen hatte. Daraufhin kündigte ihm die Arbeitgeberin fristlos. Der Einwand des Klägers, die Handlung sei beleidigend gemeint gewesen, half ihm nicht. epd/nd

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