Türkei-Angriff auf kurdische Kämpfer

Norden Syriens bombardiert Angaben zu Opfern widersprüchlich

Istanbul. Die türkische Luftwaffe hat im Norden des Nachbarlandes Syrien erneut ein Gebiet unter kurdischer Kontrolle bombardiert. Damit sollten die kurdischen Volksschutzeinheiten (YPG) getroffen werden, meldete die staatliche türkische Nachrichtenagentur Anadolu am Donnerstag unter Berufung auf die Armee. Bei dem Angriff sollen zwischen 160 und 200 kurdische Kämpfer getötet worden sein. Laut AP widersprach dem ein kurdischer Anführer. Es seien nicht mehr als zehn Soldaten getötet worden.

Die kurdischen Volksschutzeinheiten sind in Syrien wichtigster Verbündeter des Westens im Kampf gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS). Sie beherrschen große Teile der Grenze zur Türkei. Die gewöhnlich gut informierte Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte meldete hingegen zunächst keine Opfer. Die Menschenrechtler berichteten, türkische Jets hätten Orte nahe der Grenze bombardiert. Unterdessen zeichnete sich in Aleppo eine mögliche Verlängerung der Feuerpause ab. Agenturen/nd Seite 7

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