Werbung

Gipfel der Unverbindlichkeit

Martin Ling über die UN-Weltsiedlungskonferenz Habitat

Echt jetzt? Ihr wollt Geld von mir?

Ja, herrgottnochmal, es kostet!

Auch, wenn's nervt – wir müssen die laufenden Kosten für Recherche und Produktion decken.

Also, mach mit! Mit einem freiwilligen regelmäßigen Beitrag:

Was soll das sein

Wir setzen ab sofort noch stärker auf die Einsicht der Leser*innen, dass linker Journalismus auch im Internet nicht gratis zu haben ist – mit unserer »sanften« nd-Zahlschranke.

Wir blenden einen Banner über jedem Artikel ein, verbunden mit der Aufforderung sich doch an der Finanzierung und Sicherstellung von unabhängigem linkem Journalismus zu beteiligen. Ein geeigneter Weg besonders für nd-Online-User, die kein Abo abschließen möchten, die Existenz des »nd« aber unterstützen wollen.

Sie können den zu zahlenden Betrag und die Laufzeit frei wählen - damit sichern Sie auch weiterhin linken Journalismus.

Aber: Für die Nutzung von ndPlus und E-Paper benötigen Sie ein reguläres Digitalabo.

Die Kurzsichtigkeit ist unübersehbar: Gerade mal zwei Staats- und Regierungschefs bequemten sich auf die Weltsiedlungskonferenz der Vereinten Nationen Habitat III nach Quito. Dabei wurde dort ein Thema verhandelt, das an Bedeutung kaum zu überschätzen ist: Wie können die Städte in der Zukunft nachhaltig und lebenswert für alle gestaltet werden? Eine Mammutaufgabe: Die Zahl der Stadtbewohner wird sich bis 2050 von heute 3,5 auf 7 Milliarden Menschen erhöhen und mit ihnen die Herausforderungen an die Stadtentwicklung.

Das Ergebnis von Quito ist bescheiden: Zwar wurde eine sogenannte New Urban Agenda - eine Agenda zur Stadtentwicklung verabschiedet, sogar mit Umsetzungsplan, aber in betonter Unverbindlichkeit und ohne jede finanzielle Ausstattung. Jede Stadt ist auch weiter ihrer Entwicklung Schmied und die Politiker des Globalen Nordens hegen offenbar verbreitet die Illusion, dass die Probleme der Megacities sich im Großen und Ganzen auf Städte im Globalen Süden beschränken.

Selbst Entwicklungsminister Gerd Müller blieb fern, um aus der Ferne zu verkünden: »Wir wollen lebenswerte Städte, weltweit. Denn nur so können wir den Klimakollaps, Elend, Gewalt und Flucht verhindern.« So richtig wie unverbindlich. Die Rechnung dafür zahlen die Bewohner.

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!

Noch kein Abo?

Jetzt kostenlos testen!

14 Tage das »nd« gratis und unverbindlich als App, digital oder gedruckt.

Kostenlos bestellen