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Der umstrittene Ehrenbürger

Wolfgang Schäuble wird von Berlin ausgezeichnet – das finden nicht alle gut

  • Von Martin Kröger
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Am Ende seiner Rede stehen erst vereinzelt Bundestagsabgeordnete auf, dann werden es immer mehr, es sind Vertreter der Union, der FDP, von SPD und Grünen. »Abg. Willy Brandt [SPD]«, so vermerkt das Protokoll des Parlaments, »gratuliert Abg. Dr. Wolfgang Schäuble [CDU/CSU]«. Mit stehenden Ovationen bedenken sie an diesem denkwürdigen Donnerstag, dem 20. Juni 1991, im provisorischen Plenarsaal des Alten Wasserwerks in Bonn, den CDU-Abgeordneten Wolfgang Schäuble, der soeben in einer exakt acht Minuten und 26 Sekunden langen Rede zur sogenannten Berlin-Bonn-Debatte gesprochen hat.

Schäubles Kernsätze: »Wenn wir die Teilung überwinden wollen, wenn wir die Einheit wirklich finden wollen, brauchen wir Vertrauen und müssen wir uns gegenseitig aufeinander verlassen können. Deshalb gewinnt in dieser Entscheidung für mich die Tatsache Bedeutung, dass in 40 Jahren niemand Zweifel hatte, dass Parlament und Regierung nach der Herstellung der E...


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