Praktikum statt Azubi-Einstellungstest

16 Landesbetriebe erproben neue Zugänge in die duale Ausbildung für Jugendliche mit schlechteren Startbedingungen. »Jugendliche mit schlechteren Startbedingungen können erfolgreich in eine qualifizierte Ausbildung gelangen und diese auch meistern«, so der Berliner Integrationsbeauftragte Andreas Germershausen am Montag zum Start des Projekts »Erprobung neuer Zugänge in Ausbildung«. Die Betriebe, unter anderem die Wohnungsbaugesellschaften, stellen 53 Ausbildungsplätze für Jugendliche aus Familien mit Einwanderungsgeschichte in Aussicht, wenn das Pilot-Praktikum von Seiten des Betriebes als erfolgreich eingestuft wurde und die jeweiligen ausgehandelten betrieblichen Voraussetzungen erfüllt sind. Sonst übliche Auswahltests entfallen. »Eine moderne und zukunftsorientierte Rekrutierungspolitik muss gerade in Berlin benachteiligte Jugendliche besonders im Blick haben«, sagt ver.di-Landeschefin Susanne Stumpenhusen. »Hürden können abgebaut und Integrationschancen verbessert werden, wenn betriebliche Praktika aufgewertet werden.« nic

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