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Wahrheit als Waffe?

Simon Stones Kino-Adaption von Hendrik Ibsens Drama »Die Wildente« krankt am Vergleich mit der Vorlage

  • Von Gunnar Decker
  • Lesedauer: ca. 4.5 Min.

Die Familie scheint ein wirkungsvoller Ort zu sein, Geheimnisse zu begraben. Immer so, dass der äußere Anschein von Würde erhalten bleibt. Der Friede ist faul? Weg damit, her mit einem gesunden Krieg! Die Frage ist, was dann passiert. Ein Experiment, nicht selten mit tödlichem Ausgang.

Thomas Vinterberg etwa hat mit »Das Fest« eine Art Wahrheitsorgie veranstaltet - zurück blieben Trümmer. Aber andererseits gibt es gewiss Lügen, auch ein lügenhaftes Schweigen, das unerträglich ist und gebrochen werden muss, egal, was kommt. Doch wie viel Wahrheit ist überhaupt lebbar? Solcherart Überlegungen spielen in dieser Situation offenbar keine Rolle. Lang Unterdrücktes bricht hervor. Dies Sprechen, Schreien gar, wird zur Notwehr gegen etwas, an dem man sonst erstickt.

Doch der norwegische Dramatiker Henrik Ibsen erzählte in »Die Wildente« von einer Rede anderer Art, einem perfiden Lancieren von Informationen, im Bewusstsein, dass diese ...


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