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EU-Parlament ehrt Jesidinnen

Sacharow-Preis verliehen

Straßburg. Die irakischen Jesidinnen Nadia Murad und Lamija Adschi Baschar werden vom EU-Parlament mit dem renommierten Sacharow-Preis ausgezeichnet. Parlamentspräsident Martin Schulz gab die Entscheidung am Donnerstag während der Plenarsitzung in Straßburg bekannt.

Die beiden Frauen wurden von der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) in Nordirak versklavt. Murad und Baschar gelang die Flucht nach Deutschland. Sie versuchen jetzt, Verbündete im Kampf gegen die Versklavung ihrer Glaubensschwestern durch den IS zu gewinnen. Die extremistischen Sunniten hassen die Jesiden. Sie beschimpfen die Religionsgemeinschaft, die eine Ursprungsreligion der Kurden ist, als »Teufelsanbeter«. Weltweit gibt es rund eine Million Jesiden. Derzeit sollen noch 3200 Frauen und Kinder in der Gewalt des IS sein.

»Die beiden Frauen sind die Stimme der zahllosen Opfer des Menschenhandels, eine Stimme, die ein Ende solcher Gräueltaten fordert«, sagte Schulz. In diesem Kampf wolle das Parlament die Menschrechtsaktivistinnen unterstützen. Auch die Bundesregierung gratulierte den Preisträgerinnen »für ihren starken Einsatz für das jesidische Volk!«

Mit dem Sacharow-Preis ehrt das Europaparlament seit 1988 Personen oder Organisationen, die sich für Menschenrechte und Grundfreiheiten einsetzen. Im vergangenen Jahr ging die Auszeichnung an den saudischen Blogger Raif Badawi. Der Preis ist mit 50 000 Euro dotiert. dpa/nd

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