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Nicht mal märkisches Wetter jammert den Hund

Mit Huskys, Malamutes und Samojeden - zum Schlittenhundetreffen in Templin kommen rund 100 Gespannführer

Das uckermärkische Templin lädt an diesem Wochenende zum traditionellen Schlittenhunde-Treffen. Austragungsort ist am 29. und 30. Oktober 2016 die Westernstadt «El Dorado» vor den Toren der Stadt am Röddelinsee. Rund 100 «Musher», so werden die Gespannführer genannt, haben sich angesagt, sagte eine Sprecherin des Abenteuerparks dem «nd». Das Wetter verspricht alles andere als arktisch zu werden, deshalb rechnet sie am langen Wochenende - auch in Brandenburg ist der Reformationstag am Montag frei - vorsichtig mit «Hunderten Schaulustigen».

«Spaß und Show, gepaart mit wissenswerten und interessanten Informationen rund um die schnellen und starken Vierbeiner, bilden auch in diesem Jahr die Kulisse für den Saisonabschluss in der Westernstadt ‚El Dorado‘», sagte Mitveranstalter Rüdiger Fink. Der Röddeliner und seine Frau Gabriele haben sich schon seit vielen Jahren dem Schlittenhundesport verschrieben.

Es ist ein aufwendiges Hobby, das aber deutschlandweit und eben auch in Brandenburg mehr Liebhaber als man denkt. Zum Auftakt der diesjährigen Schlittenhundrennsaison Ende September in Großbeeren (Teltow-Fläming) waren beim Rennen 77 Gespannfahrer mit insgesamt 300 Hunden an den Start des 5,4 Kilometer langen Parcours gegangen.

In Templin geht es an beiden Tagen um 10 Uhr los. «Erstmals in diesem Jahr konnten wir einen auf Skandinavien und Alaska spezialisierten Reiseveranstalter ins Boot holen», teilte Rüdiger Fink mit. Als besonderes ‚Schmeckerchen‘ für die Besucher werde am Sonnabend gegen 17.30 Uhr eine fünftägige Husky-Tour in Schweden verlost. Und auch wer wissen möchte, was es mit «Rally Obedience» auf sich hat, werde hier fündig. Nur so viel: Rally Obedience ist eine relativ junge Sportart für Hund und Hundeführer aus den USA, ein Kombination aus Parcours und klassischen Unterodnungsübungen, an der auch Kinder teilnehmen können.

«Wir erwarten wieder Gleichgesinnte aus ganz Deutschland und der Schweiz mit ihren Tieren», so Fink. An beiden Tagen werden den Besuchern die verschiedenen Schlittenhunderassen vorgestellt. Und einige Gespanne gehen auch auf eine kurze «Rennstrecke» durch die Westernstadt. Schlittenhunde erreichen über kurze Distanzen eine Durchschnittsgeschwindigkeit von bis zu 40 Kilometern pro Stunde. Gut trainierte Hunde benötigen dafür aber auch bis zu zweieinhalb Kilogramm Frischfleisch pro Tag - und zwar möglichst in guter Qualität.

Experten unterscheiden fünf klassische Schlittenhunderassen: Den kräftigen, besonders ausdauernden Grönlandhund, den Siberian Husky als kleinste aber schnellste Rasse, den «Riesen» unter den Schlittenhunden - den Alaskan Malamute, den an seinem reinweißen Fell erkennbaren Samojeden und den Kanadischen Eskimohund. Im Fachjargon heißt ein Schlittenhundegespann «Team» und kann aus mindestens zwei bis hin zu zwölf Tieren zusammengestellt werden. Schlittenhunde sind echte Spezialisten: Die ersten Tiere im Gespann sind die Leithunde, «Leader» genannt. Hinter ihnen werden die «Swinger» eingespannt. Und direkt vor dem Schlitten oder Trainingswagen sind die «Wheeler» positioniert.

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