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Führerbunker, Disneyland

Ein Nachbau von Hitlers Wohn- und Arbeitszimmer im einstigen Führerbunker ist seit Donnerstag in einem privaten Berliner Museum zu sehen. »Wir wollen keine Hitler-Show machen«, sagt Wieland Giebel vom Verein Historiale, der in einem ehemaligen Luftschutzbunker am Anhalter Bahnhof das Berlin Story Museum betreibt. Das mit Schreibtisch, Couch und Sauerstoffflasche ausgerüstete Hitler-Zimmer sei nur im Rahmen einer Führung zu sehen. Der Museumsbunker ist knapp zwei Kilometer von dem Ort entfernt, an dem der Bunker des Diktators war. Die Rekonstruktion des Hitler-Zimmers sei annähernd richtig, erklärt Christoph Neubauer, der für eine animierte 3D-Dokumentation die Geschichte des Führerbunkers aufwendig anhand alter Fotos und Baupläne recherchiert hat. Die Couch-Garnitur zum Beispiel habe in der Realität anders ausgesehen.

Die Topographie des Terrors kritisierte die Schau. »Wir bezeichnen das hin und wieder auch als Disneyland-Variante mit dem Versuch, Effekte zu erzielen«, sagt Topographie-Sprecher Kay-Uwe von Damaros. »Wir erklären Geschichte, dokumentieren und halten uns an die Fakten. Deshalb können wir solche Inszenierungen nicht unterstützen«, so der Topographie-Sprecher. »Effekthascherei ist unsere Sache nicht.« dpa/nd

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