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Genie des Beiläufigen

Zum Tod des großartigen Clowns Oleg Popow

  • Von Hans-Dieter Schütt
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

Es ist Schund und Tragik einer dogmenlosen Welt, dass sie unter dem Diktum der Freiheit ein Gleichheitszeichen setzt für alles, was Wirkungen steigert. Das offenbart der Gruselclown, der gerade Rufmord an einer großen Kunst begeht. Und ausgerechnet jetzt zeigt sich der Berühmteste der Zunft als Held des Rückzugs. Als sei diese Welt nur noch mit Kapitulation zu besiegen: Mit Oleg Popow starb Russlands grandioser Clown.

Die kullerblauen Augen, das strähnige blonde Haar , die ausgebeulten Röhrenhosen - sein »Iwanuschka« mit der schwarz-weiß gewürfelten Schiebermütze war Philosoph der Gosse. Kriegte nie, was er will, hatte aber immer alles, was er braucht. Der Arztsohn Oleg Konstantinowitsch Popow, 1930 bei Moskau geboren, lernte Jonglieren, Seiltanz und Akrobatik, ging zum Moskauer Staatszirkus. Trat sechs Jahre als Drahtseiltänzer und Jongleur auf. In Saratow fiel eines Tages der »Teppich-Clown« aus, jener Grimmas...


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