Diese Website verwendet Cookies. Wir können damit die Seitennutzung auswerten, um nutzungsbasiert redaktionelle Inhalte und Werbung anzuzeigen. Mit der Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Unsere Datenschutzhinweise.
Werbung

Im Karussell

PERSONALIE

Offiziell will in Berlin derzeit niemand was zu den bevorstehenden Veränderungen im landespolitischen Betrieb sagen. »Sorry«, das kommentieren wir nicht, heißt es lapidar. Dabei stehen in den kommenden Wochen einige Veränderungen im politischen Gefüge Berlins an. Schließlich wird parallel zur sehr wahrscheinlichen Bildung eines rot-rot-grünen Senats das große Personalkarussell gedreht werden: Zu besetzen sind Senatoren- und Staatssekretärsposten, gesucht sind auch Funktionsträger für die freiwerdenden Stellen in Fraktion und Partei. Für die bislang oppositionellen Grünen und LINKEN stehen besonders viele Wechsel bevor.

Mit im Personalkarussell Platz genommen zu haben scheint Silke Gebel. Laut »Tagesspiegel« soll die 33-jährige Grüne aus Mitte, die dem realpolitischen Flügel zugerechnet wird, bei der kommenden Wahl zur neuen Vorsitzenden der Grünenfraktion im Abgeordnetenhaus gewählt werden. Bislang amtiert der alte Vorstand weiter, aber ausdrücklich nur bis zur »Wahl eines neuen Fraktionsvorstandes«.

Dass die in Baden-Württemberg geborene Gebel zum Zuge kommen könnte, scheint plausibel. Die zweifache Mutter rückte zwar erst Anfang 2013 ins Landesparlament nach, doch in den vergangenen drei Jahren war sie gleich für das Kernthema Umwelt zuständig. Einen Namen über Parteigrenzen hinaus machte sich die Politikerin im Kampf gegen die Belastung des Spreewassers mit Sulfaten, die zum Großteil aus den Braunkohletagebauen in Brandenburg und Sachsen stammen. Zudem ist Gebel seit langem sehr gut bei den Grünen vernetzt. Sie war früher unter anderem politische Geschäftsführerin der Grünen Jugend im Bund.

Wie stark Gebel geschätzt wird, zeigt auch, dass sie in den Koalitionsverhandlungen von den Grünen als Koordinatorin für den Bereich »Umwelt, Klimaschutz und Energie« benannt wurde. Eben jene Felder, mit denen die Partei in einem Senat punkten muss, wenn sie ihre Klientel bedienen will. Ob Gebel den Politikwechsel als Fraktionschefin begleiten wird? Das wird sich bald zeigen.

Dieser Artikel ist wichtig! Sichere diesen Journalismus!

Besondere Zeiten erfordern besondere Maßnahmen: Auf Grund der Coronakrise und dem damit weitgehend lahmgelegten öffentlichen Leben haben wir uns entschieden, zeitlich begrenzt die gesamten Inhalte unserer Internetpräsenz für alle Menschen kostenlos zugänglich zu machen. Dennoch benötigen wir finanzielle Mittel, um weiter für sie berichten zu können.

Helfen Sie mit, unseren Journalismus auch in Zukunft möglich zu machen! Jetzt mit wenigen Klicks unterstützen!

Unterstützen über:
  • PayPal
  • Sofortüberweisung

Solidarisches Berlin und Brandenburg

Corona ist nicht nur eine Gesundheitskrise. Es ist auch eine Krise des Sozialen. Wir beobachten alle sozialen und sozioökonomischen Entwicklung in der Hauptstadtregion, die sich aus der Verbreitung des Coronavirus ergeben.

Zu allen Artikeln