Der Streit ums Vorwort

In Nordrhein-Westfalen zieht die LINKE dezidiert sozialistisch in den Landtagswahlkampf

  • Von Sebastian Weiermann, Essen
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Für ihren Parteitag hatte sich die LINKE in Nordrhein-Westfalen eine historische Kulisse ausgesucht: das UNESCO-Weltkulturerbe Zeche Zollverein in Essen. Zollverein war bis zur Schließung im Jahr 1986 eines der größten Steinkohlebergwerke im Ruhrgebiet. Heute beherbergt die Zeche das Ruhr-Museum und zahlreiche Veranstaltungshallen.

Laut Jasper Prigge, dem stellvertretenden Landessprecher der LINKEN im Bundesland, war diese Ortswahl ein Symbol der Ausrichtung der Partei: »Wir sehen uns in der Tradition der Arbeiterbewegung, kaum ein Ort drückt das besser aus. Wir wollen zeigen, es lohnt sich, für bessere Lebens- und Arbeitsbedingungen zu kämpfen. Der Widerspruch zwischen Kapital und Arbeit ist nichts für das Museum, sondern braucht moderne Antworten von links«, sagte er. Die Zeche Zollverein sei ein Ort, zu dem solche Antworten passten - »die Geschichte im Bewusstsein, die bessere Zukunft für die Mehrheit der Menschen im Blick.«

Arbeit u...


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