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Verbraucherschützer warnen vor gefälschten Online-Shops

Schnäppchenjäger werden auf Webseiten gelockt

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Gefälschte Internet-Shops, auch Fake-Shops genannt, bieten Smartphones, Laptops, Medikamente oder Markenkleidung zu besonders günstigen Preisen an. Doch dem Käufer wird oft mangelhafte, falsche oder gar keine Ware geliefert.

Das Landeskriminalamt Niedersachsen schätzt nach einer im Jahr 2013 durchgeführten Dunkelfeldstudie rund 75 000 Betrugsfälle pro Jahr allein in Niedersachsen. Nur rund 30 Prozent davon würden angezeigt.

Die Strafverfolgung sei schwierig, weil sich die Server der Webseiten oft im Ausland befänden. Warenbetrug kann mit einer Freiheitsstrafe von bis zu fünf Jahren geahndet werden. Bei gewerblichem Betrug sind Freiheitsstrafen von bis zu zehn Jahren möglich.

Smartphone zum halben Preis? Solche und viele andere Angebote locken Schnäppchenjäger oft auf Webseiten gefälschter Online-Shops. Weil diese täuschend echt aussehen, fallen viele Käufer darauf herein. Das Geld ist weg, wenn der Käufer per Vorkasse gezahlt hat. Die Verbraucherzentralen und die Polizei geben Tipps, wie sich Online-Shopper vor Scheinangeboten schützen können.

Wie funktioniert das System der gefälschten Shops?

Betrüger imitieren Online-Shops bekannter Markenhersteller - zum Beispiel Markenhersteller von Bekleidung, Elektronik oder Schmuck. Sie kopieren Beschreibungen und Bilder, damit die gefälschte Seite möglichst echt aussieht. Die Produkte werden zu billigen Preisen angeboten und locken so Schnäppchenjäger an. Die Kunden geben ihre Adress- und Zahlungsdaten an, zahlen mit ihrer Kreditkarte. Die gewünschte Ware kommt allerdings nie an, ist gefälscht oder minderwertig.

Wie kann ich Fake-Shops erkennen?

Die Shops sehen oft täuschend echt aus. Verbraucherschützer und Polizei raten dazu, sich das Impressum genau anzuschauen. Dort müssen die Handelsregister, die Umsatzsteuer-ID-Nummer und ein Kontakt zum Unternehmen angegeben sein. Wird nur eine Mailadresse genannt, ist das Webangebot unseriös. Wenn die Preise dazu übertrieben günstig sind und die Bezahlung nur per Vorauskasse möglich ist, sind das Anzeichen für ein Schein-Portal.

Welche Produkte sind besonders beliebt?

Die Warenpalette ist extrem vielseitig. Das geht querbeet vom topaktuellen iPhone, das beim Händler nicht mehr verfügbar ist, bis zu Markenkleidung und Designerware von Adidas, Puma, Ray-Ban oder Nike. Die Verbraucherzentrale Niedersachsen warnt besonders vor illegalen Medikamentenshops.

Was können ehrliche Online-Händler tun?

Durch Fake-Shops verlieren Online-Anbieter nach Angaben des Einzelhandelsverbands HDE das Vertrauen der Kunden. Über 60 Prozent der kleinen und mittelgroßen Online-Händler würden daher ein Gütesiegel nutzen. Das häufigste Siegel ist laut einer Händlerbefragung dasjenige des Unternehmens Trusted Shops. Käufer können die Internetseite des Anbieters dort eingeben und somit überprüfen, ob das Siegel tatsächlich vergeben wurde. Auch der Händlerverband der Internet-Händler vergibt ein Käufersiegel. dpa/nd

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