Schlachthof stinkt die Anwohner an

Bündnis Tierfabriken-Widerstand macht mobil gegen Kapazitätserweiterung in Niederlehme

  • Von Andreas Fritsche
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Um 19 Uhr hat der Werksverkauf der Märkischen Geflügelhof-Spezialitäten GmbH in Niederlehme (Dahme-Spreewald) bereits seit zwei Stunden geschlossen. Im Schlachthof, der zum Wiesenhof-Konzern gehört, herrscht aber noch viel Betrieb. Die Motoren von Lastkraftwagen tuckern. Ein Mitarbeiter karrt Paletten auf eine Ladefläche, ein Gabelstapler kurvt umher. Auf dem Parkplatz vor der Werkseinfahrt Am Möllenberg stellten Beschäftigte ihre Pkw ab. Etliche Autos mit polnischen und rumänischen Kennzeichen sind darunter.

Nur 150 Meter entfernt stehen Wohnhäuser. Der Lärm ist nicht ohrenbetäubend, aber ein beständiges Brummen und andere Geräusche nerven doch. Noch mehr aber stört einige Anwohner der Geruch, der aus dem Schlachthof, aber auch aus den dazugehörigen Stallungen herüberdringe, wie sie berichten. »Wenn Sie die Fenster öffnen, könnten Sie brechen«, schimpft eine Frau. Ein Nachbar formuliert es ähnlich. »Wenn Sie im Garten sitzen, kön...


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