Helfer legen ihr Veto ein

Dem »Wir schaffen das« folgte Enthusiasmus, dann vielfach Frustration. Nun reift die Idee eines Bündnisses

  • Von Uwe Kalbe
  • Lesedauer: ca. 7.0 Min.

Angeblich geht es immer noch um Willkommenskultur. Selbst wenn die Bundeskanzlerin und der bayerische Ministerpräsident sich wegen der Obergrenzen für Flüchtlinge gegenseitig die Freundschaft kündigen, scheint doch immer eines klar: Die Integration der hier Angekommenen steht nicht in Zweifel. Über ihre Notwendigkeit sind sich alle einig. Sie muss sein. Oder lässt sich nicht umgehen, wenigstens das.

»Aus der Willkommenskultur vor einem Jahr ist doch längst eine Verabschiedungskultur geworden«, sagt hingegen Raffael Sonnenschein. Vor ein paar Wochen sorgte der 47-Jährige mit dem Verein für Integrationshilfe in Landsberg am Lech für Furore. Einen 24-Stunden-Streik zettelten sie an. Über 100 Helfervereine in Bayern schlossen sich an. Aus Frustration über die Verhältnisse, über die Integrationshindernisse, die ihnen die Behörden immer wieder in den Weg legen, während gleichzeitig die Politik Sonntagsreden über Integration hält. Offenb...


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