Vorwärts: Wir brauchen eine Politik für morgen

Vorschläge für eine linke Politik, die die neue Arbeiter_innenklasse mitnimmt. Eine Antwort auf Diether Dehm und Wolfgang Gehrcke

  • Von Kerstin Wolter und Alexandra Wischnewski
  • Lesedauer: ca. 4.5 Min.

Die LINKE soll sich zur Arbeiterklasse hinwenden, fordern deren Abgeordnete Wolfgang Gehrcke und Diether Dehm in ihrem Kommentar »Ohne Rot-Rot gelingt kein Rosa-Rot-Grün«. Das finden wir richtig – und gleichzeitig viel zu wenig. »Wen meint das neue Feindbild aus 'alten weißen Männern'«, fragen sie. Wenn der Kommentar eines klar macht: Euch zum Beispiel, liebe Genossen!

Denn die Kritik am »alten, weißen Mann« richtet sich nicht etwa gegen »Geburt und Pigmentstatus«. Was der Begriff zu recht kritisiert, ist ein Politikverständnis, dass bei (alten) weißen Männern anfängt - und aufhört. Gehrcke und Dehm lassen so vor allem einen Begriff schmerzlich vermissen: Solidarität. Die Verbundenheit mit anderen Kämpfen auf Grundlage eines Gemeinsamen. Ist es nicht unser Ziel, »alle Verhältnisse umzuwerfen« - man beachte: ALLE -, »in denen der Mensch ein erniedrigtes, ein geknechtetes, ein verlassenes, ein verächtliches Wesen ist«? Marxistisch-feministische, queere und intersektional...

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