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Das konstruierte Geschlecht

Bildungsrauschen

  • Von Lena Tietgen
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

Im Diskurs um die Schulerfolge bei Jungen scheinen zwei Aspekte selten berücksichtigt zu werden. Der eine besteht in dem Konzept des sozial und kulturell konstruierten Geschlechts, wie es in den frühen 1990er Jahren die US-amerikanische Philosophin und Philologin Judith Butler entwickelte. Zwar zählt Butler mittlerweile zum Kanon der Erziehungswissenschaften, dennoch fließen ihre Erkenntnisse nicht in ihrer Fülle in diese Disziplin ein. In ihrem Buch »Gender trouble. Feminism and the subversion of identity«, 1991 auf Deutsch unter dem Titel »Das Unbehagen der Geschlechter« erschienen, beschrieb sie die normative Einteilung von Mann und Frau als kulturelle und nicht als biologische Zuweisungen. Damit trieb sie den bekannten Ausspruch Simone de Beauvoirs, »man ist nicht als Frau geboren, man wird es«, weiter.

Paten von Butlers Überlegungen waren laut kulturwissenschaften.de der Philosoph Michel Fou...


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