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Irak: Über 30 Tote bei Selbstmordanschlag

60 000 Menschen aus der Region Mossul auf der Flucht

Falludscha. Bei einem Selbstmordanschlag auf eine Hochzeitsgesellschaft in der irakischen Stadt Falludscha sind über 30 Menschen getötet worden. Der Anschlag am Donnerstag sei mit einem sprengstoffbeladenen Auto ausgeführt worden, bestätigte ein Mitarbeiter der Sicherheitskräfte. Bei dem Attentat westlich der Hauptstadt Bagdad seien zudem 45 Menschen verletzt worden. Die Opferzahl könnte aufgrund vieler Schwerverletzter noch steigen. Zu ähnlichen Taten bekannte sich in der Vergangenheit die sunnitische Terrormiliz Islamischer Staat (IS), die im Sommer von der irakischen Armee und Verbündeten aus der Stadt vertrieben worden war.

Seit Beginn der Armee-Offensive auf die Terroristenhochburg Mossul vor einem Monat sind nach UN-Angaben 60 000 Menschen aus der irakischen Stadt und der Umgebung geflohen. Laut UN verübten die in Bedrängnis geratenen Extremisten schwere Kriegsverbrechen. Die Hälfte der Flüchtlinge seien Kinder, teilte das Flüchtlingshilfswerk UNHCR am Freitag in Genf mit. Die meisten Geflohenen hätten sich vor den Kämpfen zwischen der irakischen Armee und der Terrormiliz »Islamischer Staat« in Aufnahmecamps in der Region in Sicherheit gebracht. Sie bräuchten dringend humanitäre Hilfe, hieß es aus dem UNHCR. Der nahende Winter drohe die Lage der Menschen weiter zu verschlimmern. Agenturen/nd

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