Werbung

Niemand soll im Dunkeln sitzen

Alternativen zum Abklemmen des Stroms und zum Abdrehen der Gaszufuhr gibt es viele

  • Von Andreas Fritsche
  • Lesedauer: 2 Min.

Echt jetzt? Ihr wollt Geld von mir?

Ja, herrgottnochmal, es kostet!

Auch, wenn's nervt – wir müssen die laufenden Kosten für Recherche und Produktion decken.

Also, mach mit! Mit einem freiwilligen regelmäßigen Beitrag:

Was soll das sein

Wir setzen ab sofort noch stärker auf die Einsicht der Leser*innen, dass linker Journalismus auch im Internet nicht gratis zu haben ist – mit unserer »sanften« nd-Zahlschranke.

Wir blenden einen Banner über jedem Artikel ein, verbunden mit der Aufforderung sich doch an der Finanzierung und Sicherstellung von unabhängigem linkem Journalismus zu beteiligen. Ein geeigneter Weg besonders für nd-Online-User, die kein Abo abschließen möchten, die Existenz des »nd« aber unterstützen wollen.

Sie können den zu zahlenden Betrag und die Laufzeit frei wählen - damit sichern Sie auch weiterhin linken Journalismus.

Aber: Für die Nutzung von ndPlus und E-Paper benötigen Sie ein reguläres Digitalabo.

Bei nicht beglichenen Rechnungen dauert es im österreichischen Graz noch mindestens ein Jahr, bis Strom und Gas abgestellt werden - und die Kommunalpolitik bemüht sich, solche drastischen Maßnahmen zu vermeiden und betroffenen Einwohnern der Stadt aus der Patsche zu helfen. In Berlin dagegen fackeln die Energieversorger nicht lange. Dabei sind es fast ausnahmslos Geringverdiener, Empfänger von Sozialhilfe und andere arme Menschen, die ihre Rechnungen einfach nicht bezahlen können - und keineswegs rotzfreche Zeitgenossen, die das Geld für Strom und Gas hätten, aber lieber verjubeln.

Es ist löblich, dass sich Zusammenschlüsse wie der Berliner Energietisch, die Grüne Liga und die Naturfreunde nicht nur für regenerative Energien einsetzen, sondern zugleich an die Menschen denken, die arm sind und damit zwangsläufig unter steigenden Energiepreisen leiden.

Alternativen zum Abklemmen des Stroms und zum Abdrehen der Gaszufuhr gibt es viele. Sie reichen von der Beratung der Betroffenen über finanzielle Zuschüsse bis hin zum Verbot der Strom- und Gassperre. Alternativlos ist nichts, auch die Energiewende nicht. Theoretisch wäre es denkbar, die fossilen Brennstoffe weiter auszubeuten, bis das Weltklima endgültig kollabiert. Praktisch wäre das aber sehr dumm. Darum müssen Mittel und Wege gefunden werden, die Energiewende sozialverträglich zu gestalten. Eine Rekommunalisierung der Strom- und Gasnetze würde der Politik die einst leichtfertig aus der Hand gegebenen Einflussmöglichkeiten zurückgeben. Die Vereinbarung der künftigen rot-rot-grünen Koalition, den Rückkauf zu wagen, wenn der Preis stimmt, geht in die richtige Richtung.

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!

Schenken Sie schon, oder rätseln Sie noch?

Verschenken Sie das »nd«

Klare Worte, Kritische Debatten und mutiger Journalismus von Links: Das »nd« wird Sie bewegen.

Jetzt verschenken oder sich selbst beschenken