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In Warteposition

Haidy Damm über die Ergebnisse der Klimakonferenz und die Ankündigung der besonders stark betroffenen Länder, auf Kohle zu verzichten

Der Paukenschlag am Ende der Klimakonferenz in Marrakesch kam wieder mal nicht von den Staaten, die für die Erderwärmung am meisten verantwortlich sind. Während die Industriestaaten noch darüber verhandelten, wie viel Geld sie für Klimaschäden locker machen, erklärte die Allianz der 47 besonders vom Klimawandel betroffenen Länder, ihre Mitglieder wollten so schnell wie möglich auf erneuerbare Energien umsteigen - zu 100 Prozent.

In den meisten dieser Länder gibt es keine Kohlekraftwerke. Bundesumweltministerin Barbara Hendricks mag also generell Recht haben, dass es ist leichter ist, auf etwas zu verzichten, was noch gar nicht existiert.

Dennoch haben die Länder der Allianz mit ihrer Ankündigung nicht nur Deutschland klar überholt. In Senegal etwa haben Kohlekonzerne in den vergangenen zwei Jahren viel Geld in die Hand genommen, um Regierung und Bevölkerung zu überzeugen, unsinnigen Großprojekten an der Küste des westafrikanischen Landes zuzustimmen. Es ist ein großer und wichtiger Schritt, sollten diese Projekte jetzt endgültig begraben werden.

»Wir wissen nicht, worauf die anderen Länder noch warten«, erklärte der Umweltminister von Costa Rica, Edgar Gutierrez, auf der Konferenz. Dem ist nichts hinzuzufügen.

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