Die Kanzlerin balanciert zwischen den Stühlen

Angela Merkel macht es noch einmal und kandidiert erneut für das Amt der Regierungschefin

  • Von Uwe Kalbe
  • Lesedauer: ca. 3.5 Min.

Langweilig findet Jürgen Trittin die erneute Kandidatur Angela Merkels. Langweilig, weil Merkel für eine Zementierung der Verhältnisse sorgt. Die Zementierung der Großen Koalition nämlich, ein Eimer Mörtel wurde bereits mit dem gemeinsamen Vorschlag - Frank-Walter Steinmeier als Wunschpräsident - angerührt. Das Problem sei, so Trittin, dass man mit Merkel zugleich CSU-Chef Horst Seehofer bekomme und Generalsekretär Andreas Scheuer. Das sei wie Dr. Jekyll und Mr. Hyde.

Auch Jürgen Trittin, der grünlinke Stratege, billigt der Kanzlerin in diesem Vergleich die Rolle von Dr. Jekyll zu, die Rolle der Guten also. Angela Merkel hat dem Amtsverständnis im Kanzleramt einige bis dahin ungekannte Attribute hinzugefügt, die man als ausgleichend, defensiv, kommunikativ bezeichnen könnte, mancher würde diese Attribute eventuell als »weiblich« charakterisieren.

In der Sache ist Merkel Machtpolitikerin wie all ihre Vorgänger. Und ihre Liaiso...


Wenn Sie ein Abo haben, loggen Sie sich ein:

Mit einem Digital-, Digital-Mini- oder Kombi-Abo haben Sie, neben den anderen Abo-Vorteilen, Zugriff auf alle Artikel seit 1990.

Bitte aktivieren Sie Cookies, um sich einloggen zu können.