Werbung

Siemens-Chef befürwortet Grundeinkommen

Kaeser: Es bedarf einer besseren sozialen Absicherung, um die Digitalisierung der Industrie voranzutreiben

Echt jetzt? Ihr wollt Geld von mir?

Ja, herrgottnochmal, es kostet!

Auch, wenn's nervt – wir müssen die laufenden Kosten für Recherche und Produktion decken.

Also, mach mit! Mit einem freiwilligen regelmäßigen Beitrag:

Was soll das sein

Wir setzen ab sofort noch stärker auf die Einsicht der Leser*innen, dass linker Journalismus auch im Internet nicht gratis zu haben ist – mit unserer »sanften« nd-Zahlschranke.

Wir blenden einen Banner über jedem Artikel ein, verbunden mit der Aufforderung sich doch an der Finanzierung und Sicherstellung von unabhängigem linkem Journalismus zu beteiligen. Ein geeigneter Weg besonders für nd-Online-User, die kein Abo abschließen möchten, die Existenz des »nd« aber unterstützen wollen.

Sie können den zu zahlenden Betrag und die Laufzeit frei wählen - damit sichern Sie auch weiterhin linken Journalismus.

Aber: Für die Nutzung von ndPlus und E-Paper benötigen Sie ein reguläres Digitalabo.

Siemens-Chef Joe Kaeser hat sich für ein bedingungsloses Grundeinkommen ausgesprochen. Um künftig durch die Digitalisierung der Arbeitswelt wegfallende Jobs auffangen zu können, sei es »unvermeidlich«, eine bessere soziale Absicherung einzuführen, sagte Kaeser auf dem SZ-Wirtschaftsgipfel.

Laut einer Prognose des Forschungsinstituts der Bundesagentur für Arbeit fallen bis zum Jahr 2025 in Deutschland rund 1,5 Millionen traditionelle Arbeitsplätze weg. Gleichzeitig entstünden aber durch die Digitalisierung der Arbeitswelt (In Fachkreisen auch Industrie 4.0 genannt) mindestens genauso viele Arbeitsplätze. Deswegen käme man nicht umhin, auch 40 bis 50-Jährige noch einmal die digitale Schulbank drücken zu lassen, heißt es.

Trotzdem würden langfristig »einige auf der Strecke bleiben, weil sie mit der Geschwindigkeit auf der Welt einfach nicht mehr mitkommen«, so der Siemens-Chef. Anders, als es beispielsweise linke Köpfe schon seit Jahren vorschlagen - oder soziale Projekte bereits jetzt schon anbieten - sieht Kaeser das Grundeinkommen aber eher als eine Art Puffer, der Menschen Zeit gebe, sich an den Arbeitsmarkt anzupassen.

Dementsprechend lautete seine Forderung, diese Form der Sozialleistungen lediglich Arbeitslosen zukommen zu lassen, bis diese wieder integriert seien. »Wenn wir diese Geisteshaltung der Inklusivität nicht schaffen«, könne man die Digitalisierung der Industrie vergessen, so sein Fazit.

Antworten auf die Frage nach der Finanzierung des Grundeinkommens, sowie die Förderung und Vermittlung von Wissen, blieb Kaeser allerdings schuldig. fbr

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!