Verschleppter Deutscher bittet um Lösegeld

Manila. Ein von der philippinischen Terrororganisation Abu Sayyaf verschleppter Deutscher hat die Regierungen in Berlin und Manila um Hilfe angefleht. Der 70-Jährige bat in einer Videobotschaft darum, ein Lösegeld von 500 000 Pesos (knapp 9500 Euro) bereitzustellen, wie das Onlineportal »Inquirer.Net« am Mittwoch berichtete. Ein Mitglied der Abu Sayyaf, dessen Stimme im Hintergrund zu hören war, habe die Summe sofort auf fünf Millionen Pesos korrigiert. Zugleich drohten die Kidnapper mit der Ermordung der Geisel. Der Mann war Anfang November verschleppt worden. Seine Begleiterin wurde ermordet aufgefunden. Die Abu Sayyaf ist berüchtigt für Entführungen zur Erpressung hoher Lösegelder sowie für Anschläge und Morde. In diesem Jahr enthauptete sie bereits zwei kanadische Geiseln. 2014 hatten die Extremisten ein deutsches Paar entführt. Die beiden waren ein halbes Jahr später wieder auf freiem Fuß, nachdem die Abu Sayyaf nach eigenen Angaben ein Lösegeld von rund 4,4 Millionen Euro erhalten hatte. epd/nd

nd Journalismus von links lebt vom Engagement seiner Leser*innen

Wir haben uns angesichts der Erfahrungen der Corona-Pandemie entschieden, unseren Journalismus auf unserer Webseite dauerhaft frei zugänglich und damit für jede*n Interessierte*n verfügbar zu machen.

Wie bei unseren Print- und epaper-Ausgaben steckt in jedem veröffentlichten Artikel unsere Arbeit als Autor*in, Redakteur*in, Techniker*in oder Verlagsmitarbeiter*in. Sie macht diesen Journalismus erst möglich.

Jetzt mit wenigen Klicks freiwillig unterstützen!

Unterstützen über:
  • PayPal
  • Sofortüberweisung