Brandstifter hatten Hass im Herzen

Am Landgericht Potsdam begann der Prozess zum Anschlag auf eine Turnhalle in Nauen

  • Von Andreas Fritsche
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Ob der Herr Soundso sein Rechtsanwalt sei, fragt der Vorsitzende Richter den Angeklagten Maik Schneider. Der antwortet frech: »Leider ja!« Auch sonst zeigt der NPD-Stadtverordnete Schneider nicht viel Respekt, grinst viel, schaut gelangweilt an die Decke. In Handschellen wird er am Donnerstag in Saal 8 des Potsdamer Landgerichts hineingeführt. Gegen ihn und fünf andere Männer begann am Montag der Prozess wegen des Brandanschlags auf die Turnhalle des Oberstufenzentrums in Nauen. Der Landkreis Havelland wollte dort vorübergehend Flüchtlinge unterbringen. Doch kurz bevor die ersten Asylbewerber einziehen konnten, sollen Schneider und seine Kumpane die Turnhalle in einer Nacht im Sommer 2015 abgefackelt haben.

Die Männer sollen laut Anklage eine kriminelle Vereinigung gebildet haben, die von einer fremden- und asylfeindlichen Stimmung getragen wurde. Per Mobiltelefon - mittels einer WhatsApp-Gruppe mit dem Namen »Heimat im Herzen« - sollen...


Wenn Sie ein Abo haben, loggen Sie sich ein:

Mit einem Digital-, Digital-Mini- oder Kombi-Abo haben Sie, neben den anderen Abo-Vorteilen, Zugriff auf alle Artikel seit 1990.

Bitte aktivieren Sie Cookies, um sich einloggen zu können.