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Ehrenteller für acht Senioren

  • Von Wilfried Neiße
  • Lesedauer: 2 Min.

Hennigsdorf und Velten liegen nur zwei Kilometer voneinander entfernt. Insofern war es für die Hennigsdorfer Vorsitzende der Volkssolidarität, Gisela Damm, eine Art Heimspiel, als sie im Potsdamer Sozialministerium den »Veltener Teller« aus den Händen von Sozialministerin Diana Golze (LINKE) entgegennahm.

Die 81-jährige Gisela Damm hat eine rund 200 Mitglieder starke Ortsgruppe der Volkssolidarität aufgebaut. Keiner sitzt schon so lange wie sie im örtlichen Seniorenbeirat, und als Genossin der Linkspartei und nd-Leserin will sie mehr als Kegel- und Skatabende. Sie strebt immer eine politische Interessenvertretung für ältere Menschen an, außerdem auch für Kinder und Flüchtlinge.

Insgesamt acht aktive Senioren haben am Freitag die originelle Auszeichnung »Veltener Teller« erhalten. Die heutige schnelllebige und schrille Zeit sei unter anderem davon geprägt, dass viele Menschen hohe Ansprüche an die Betreuung stellen und diese Leistung auch gern entgegennehmen, sagte Sozialministerin Golze. Doch immer weniger wollen sich selbst einbringen. Umso wichtiger sei daher die Ehrung jener, die für ihre Mitmenschen da sind und in dieser Tätigkeit auch Erfüllung finden.

Der »Veltener Teller« wurde zum 22. Mal vergeben. Ersonnen wurde er einstmals gemeinsam von Sozialministerin Regine Hildebrandt (SPD) und der Keramikerin Hedwig Bollhagen, die beide inzwischen verstorben sind, sagte Sieglinde Heppener, die vor zwei Tagen den Vorsitz des Landesseniorenrates an Wolfgang Puschmann abgegeben hatte. Die von der Künstlerin Hedwig Bollhagen damals geschaffenen Teller »sind uns inzwischen ausgegangen«. Nun aber gebe es eine neue Schale aus der HB-Werkstatt, eine, die auch zum Gebrauch einlädt, unterstrich Heppener. Das wäre im Sinne von Hedwig Bollhagen gewesen.

Gisela Damm will bestimmte Dinge ob ihres Alters langsamer angehen. Doch sie bleibe aktiv, versprach sie. »Mein Lebenswerk ist noch nicht zu Ende.«

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